22. Oktober 2026 – dpa Nachrichten

Brandanschlag

Brennende Bundeswehr-Lkw: LKA prüft Bekennerschreiben

Drei Bundeswehr-Lastwagen brannten auf einem Firmengelände in Barleben. Nun prüft das LKA ein Bekennerschreiben. Zu möglichen Verbindungen mit anderen Fällen bleiben die Ermittler zurückhaltend.

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Ende September haben mehrere Bundeswehr-Lkw in Barleben gebrannt. Nun prüfen die Ermittler das Bekennerschreiben einer linksextremistischen Gruppe. (Symbolbild)

Nach dem Brand von drei Bundeswehr-Lastwagen auf einem Firmengelände in Barleben (Landkreis Börde) prüft das Landeskriminalamt (LKA) ein im Internet aufgetauchtes Bekennerschreiben. Ein entsprechendes Schreiben ist nach einem Bericht der «Magdeburger Volksstimme» auf der linksextremen Internetplattform «Indymedia» veröffentlicht worden. Darin bekennt sich demnach eine Gruppe namens «Rote Arbeiter:innen Aktionsgruppe Ulrike Meinhof» zu der Tat. Das Landeskriminalamt bestätigt auf dpa-Anfrage, dass den Ermittlern das Schreiben bekannt sei. Weitere Aussagen seien aufgrund laufender Ermittlungen nicht möglich.

Das Schreiben wurde bereits am 1. Oktober veröffentlicht, rund eine Woche nach dem Brand. Es werde geprüft, weiterhin werde aber in alle Richtungen ermittelt, sagte LKA-Sprecher Uwe Bachmann. Auch zu der Frage, ob der Brand in Verbindung mit ähnlichen Vorfällen in Erfurt, Berlin und im niedersächsischen Soltau steht, äußerte sich das LKA nicht. Man stehe im Austausch mit den Behörden anderer Bundesländer, heißt es auf Anfrage.

Zu dem Brand war es auf dem Gelände einer Reparaturwerkstatt gekommen. Zunächst hatte ein Lkw gebrannt, anschließend griffen die Flammen auf andere Fahrzeuge über. Menschen waren nicht verletzt worden.

In Erfurt waren im vergangenen Jahr bereits zum wiederholten Mal Bundeswehr-Lkw in Brand geraten. In diesem Fall war ein mutmaßliches Video der Tat auf einem russischsprachigen Telegram-Kanal aufgetaucht, sodass die zuständige Staatsanwaltschaft auch russische Drahtzieher nicht ausschloss. Zu ähnlichen Taten in Berlin und Soltau im vergangenen Jahr waren so wie im aktuellen Fall Bekennerschreiben auf «Indymedia» veröffentlicht worden.

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