16. September 2026 – Radio Brocken

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Benzinpreis weiter auf Rekordhoch: Was kostet Tanken aktuell?

Super E10 erreicht mit 2,30 Euro pro Liter einen neuen Rekordwert, Diesel nähert sich seinem Höchststand. Warum die Spritpreise steigen und welche Entlastungen diskutiert werden.

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Ein Mann betankt ein Auto., Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbi

Der Benzinpreis steigt in Deutschland weiter auf neue Höchstwerte. Am Dienstag erreichte Superbenzin der Sorte E10 im bundesweiten Tagesschnitt 2,30 Euro pro Liter, wie der ADAC mitteilte. Es ist bereits der vierte Rekordwert in Folge.

Wie hoch sind Benzin- und Dieselpreis aktuell?

Der E10-Preis stieg laut ADAC binnen eines Tages um 1,4 Cent. Diesel kostete am Dienstag 2,422 Euro pro Liter, ein Cent mehr als am Vortag. Damit nähert sich der Dieselpreis dem bisherigen Rekord von 2,447 Euro aus dem April an. Erste Werte vom Mittwochmorgen auf dem Portal „Tankerkönig“ lagen laut dpa leicht über den Vortageswerten, während Rohöl am Morgen etwas billiger war.

Warum steigen die Spritpreise weiter?

Der Rohölpreis gilt als wichtigster Treiber für die Spritpreise. Hinzu kommen laut Bericht Faktoren wie Transport- und Raffineriekapazitäten. Diesel reagiert demnach typischerweise krisenanfälliger als Benzin – deshalb kostet er derzeit mehr, obwohl er niedriger besteuert wird.

Rechnet man die aktuellen Preise um die allgemeine Inflation bereinigt, lägen sie ein gutes Stück unter früheren Rekorden. Zudem schwanken die Preise im Tagesverlauf stark: Nach einem Preissprung am Mittag sind Benzin und Diesel meist über 20 Cent teurer als kurz davor, am Nachmittag fallen sie meist wieder. Auch regional und je nach Tankstellenart können die Preise deutlich abweichen.

Wie stark sind die Preise seit dem Iran-Krieg gestiegen?

Im Vergleich zum letzten Tag vor Ausbruch des Iran-Krieges ist der Anstieg erheblich. Super E10 war damals rund 52 Cent günstiger als aktuell, bei Diesel beträgt der Unterschied fast 68 Cent pro Liter. Bei einer Tankfüllung von 50 Litern bedeutet das laut Berechnung 26 beziehungsweise 34 Euro mehr.

Welche Entlastungen werden diskutiert?

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Entlastungen angekündigt, konkrete Maßnahmen blieben aber offen. Eine Übergewinnsteuer lehnt der Kanzler ab. Die SPD fordert dagegen genau diese Steuer sowie einen Spritpreisdeckel nach dem Vorbild von Belgien oder Luxemburg. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) lehnt einen Preisdeckel laut Ministeriumskreisen ab und schlägt stattdessen gezielte Direktzahlungen an bestimmte Bevölkerungsgruppen vor.


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