05. November 2026 – dpa Nachrichten
Arbeitgeber wendeten 2024 für eine geleistete Arbeitsstunde im Schnitt 36,53 Euro auf. Im Ländervergleich waren die Kosten nur in Mecklenburg-Vorpommern niedriger.
Die Kosten der Arbeitgeber in Sachsen-Anhalt für eine Arbeitsstunde sind deutlich gestiegen. 2024 kostete eine geleistete Stunde im Schnitt 36,53 Euro - 23,5 Prozent mehr als vier Jahre zuvor, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Damit fiel der Anstieg stärker aus als im bundesweiten Durchschnitt.
Beim Kostenniveau lag Sachsen-Anhalt im Ländervergleich aber auf dem vorletzten Platz. Nur in Mecklenburg-Vorpommern waren die Arbeitskosten niedriger. Der Bundesdurchschnitt betrug 44,32 Euro je Stunde.
Die Unterschiede zwischen den Branchen waren groß: In der Energieversorgung lagen die Arbeitskosten bei 52,43 Euro je Stunde. Im Gastgewerbe hingegen waren es mit 23,23 Euro weniger als halb so viel.
Den größten Teil der Arbeitskosten machten Bruttoverdienste aus. Hinzu kamen vor allem die Sozialbeiträge der Arbeitgeber. Zusammen bildeten diese beiden Posten fast die gesamte Summe.
Bei den kleineren Posten stiegen die Ausgaben für berufliche Aus- und Weiterbildung seit 2020 am stärksten - und zwar um 38,6 Prozent. Trotz des Anstiegs blieb dieser Posten im Gesamtbild gering. Auch die Kosten für die Lohnfortzahlung bei Krankheit nahmen zu: Über acht Jahre stiegen sie um 46,3 Prozent.