30. September 2026 – dpa Nachrichten

Frankfurter Buchmesse

Angespannte Lage in der Verlagsbranche vor der Buchmesse

Kostendruck und sinkende Leserzahlen belasten die regionalen Verlage. Wie der Börsenverein die Lage vor der Frankfurter Buchmesse einschätzt.

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Nächste Woche beginnt die Frankfurter Buchmesse. (Symbolbild)

Vor Beginn der Frankfurter Buchmesse (7. bis 11. Oktober) ist die Situation der Verlage in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen nach Einschätzung des Börsenvereins angespannt. Ein hoher Kostendruck durch die gesamtwirtschaftliche Lage mache den zumeist kleineren Unternehmen zu schaffen, teilte der Landesverband des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels mit.

Zugleich schwinde die Kaufkraft der Kunden und die Zahl der Leserinnen und Leser nehme ab. Die kleinen unabhängigen Verlage hätten es zudem schwer, im Buchhandel sichtbar zu sein. Für großes Marketing fehlten die Ressourcen.

Nach Angaben des Börsenvereins präsentieren sich insgesamt 21 Verlage aus den drei Ländern auf der Frankfurter Buchmesse. Die Zahl der in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ansässigen Verlage geht seit Jahren zurück. Sie sank von 337 im Jahr 2019 auf 239 im Jahr 2025.

Auch der bundesweite Buchmarkt schwächelt. Der Branchenumsatz sank voriges Jahr um 2,7 Prozent. Im ersten Halbjahr 2026 sei ein Rückgang von 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnet worden, teilte der Börsenverein mit. Als Gründe nannte der Branchenverband eine schwache Konjunktur und eine hohe Neigung der Bürgerinnen und Bürger, ihr Geld zu sparen.

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