Martin Luthers treuer Hund steht im Mittelpunkt einer Buchvorstellung im Wittenberger Augusteum.
Ein einziges Tier hat Martin Luther mit einem eigenen Namen ausgezeichnet: seinen Hund Tölpel. Es bestand offensichtlich ein ganz besonderes Verhältnis zwischen den beiden. Nun hat der frühere Direktor der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, Dr. Stefan Rhein, Luthers Hund ein Buch unter dem Titel „Tölpels Treue“ gewidmet und lässt ihn damit lebendig werden. Es wird am Donnerstag, 1. Oktober, um 18:30 Uhr im Eingangsbereich des Wittenberger Augusteums (Glasverbinder, Collegienstraße 54) vorgestellt. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung an service@luthermuseen.de oder 03491 / 4203 171 wird gebeten.
Für den Reformator war sein Hund sein treuester Gefährte und ein im Hause von Allen heiß geliebter Mitbewohner. „Wenn er sprechen könnte“, so Luther, „was fehlte ihm dann?“ Geradezu liebevoll beschreibt er seinen Tölpel: „Seht den Hund an: Er hat keinen einzigen Mangel an seinem ganzen Leib, hat feine frische Augen, starke Beine, schöne weiße Zähne, einen guten Magen etc. Das sind die höchsten natürlichen Gaben, und Gott gibt sie einem solchen unvernünftigen Tier.“ Für Luther war Tölpel sogar unsterblich und lebt weiter im Paradies. Wer sich mit diesem Hund beschäftigt, entdeckt auch neue Seiten am Reformator.
Tölpel spielt auch in der interaktiven Familienausstellung der LutherMuseen „Der Mönch war’s“ im Wittenberger Augusteum eine wichtige Rolle. Kinder und Erwachsene begeben sich mit ihm, einem liebevoll gestalteten blauen Plüschhund, auf die Spuren der Reformation in Wittenberg.