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Schwitzen, Schnaufen und immer auf der Suche nach Abkühlung: Die tropischen Temperaturen halten die Menschen vielerorts im Moment ganz schön im Atem. Dabei geht es längst nicht nur uns so. Auch unsere geliebten Haustiere können im Sommer so richtig unter den warmen Temperaturen leiden – die einen dabei mehr als die anderen. Welche Tierarten dabei besonders gefährdet sind und wie Sie ihrem Liebling etwas Abkühlung verschaffen können – hier haben wir Ihnen mal einen Überblick zusammengestellt:

Warum sind Hunde bei sommerlichen Temperaturen besonders gefährdet?

Hunde gehören neben Kaninchen zu den Haustierarten, die keine Schweißdrüsen besitzen. Das bedeutet, dass sie nicht über die Haut schwitzen können und sich somit auch nicht selbst herunterkühlen können. Lediglich an den Ballen der Hunde befinden sich wenige Schweißdrüsen, die den Vierbeinern jedoch keine Abkühlung bereiten. Die Wärmeregulation erfolgt durch den Luftaustausch beim Hecheln und Atmen, über die Schleimhäute im Maul und über die Zunge. Die optimale Körpertemperatur zu erhalten, ist für Hunde im Sommer Schwerstarbeit. Bei vielen Rassen beginnen die Probleme schon ab Außentemperaturen von 25 bis 28 Grad Celsius. Der Tierarzt André Bärthel von der Tierarztpraxis Halle-Reideburg erklärt, auf was Tierbesitzer bei der Hitze achten sollten:

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Leider kommt es trotz einigen Warnungen immer wieder dazu, dass Hunde in abgestellten Fahrzeugen oder beim Spaziergang kollabieren oder schwere Kreislaufprobleme bekommen. Ob eine akute Notsituation besteht, können Sie an einigen Symptomen erkennen. Bemerken Sie bei ihrem Hund etwa einen glasigen Blick, eine tiefrote Zunge oder extremes, ununterbrochenes Hecheln, ist sofort Handlungsbedarf angesagt, betont der Tierarzt André Bärthel. Er verweist außerdem darauf, dass gerade ältere Tiere bei Hitze stark gefährdet sind und eher zu Kreislaufproblemen neigen, als jüngere Tiere. Um Erste-Hilfe-Maßnahmen beim Tier, die Fahrt zum Tierarzt oder gar den Tod des eigenen Tieres zu vermeiden, ist es wichtig, das Tier bei den aktuellen Temperaturen so wenig wie möglich zu belasten und öfter als sonst nach ihrem Wohlbefinden und ihrem Zugang zu kühlen Aufenthaltsorten und Flüssigkeit zu sehen. Das gilt laut André Bärthel für alle Haustiere. Kommt es dann dennoch zu einer akuten Überhitzung des Tieres, seien kalte Umschläge zumindest beim Hund eher ungeeignet, meint der Tierarzt aus Halle. Der Grund: Durch die Verdunstungswärme entsteht unter den nassen Tüchern ein Hitzestau – der dann einer Abkühlung entgegenwirkt. Besser sei es, die Extremitäten des Tieres mit kühlem, aber nicht eiskaltem Wasser langsam zu besprühen und zu befeuchten. Das gilt laut André Bärthel für alle Haustiere.

Woran erkenne ich bei Hund Hitzeschlag?

Was kann ich tun, um meinem Tier eine Abkühlung zu verschaffen?

Generell brauchen sowohl Hunde, Katzen, Vögel als auch Nagetiere bei heißem Wetter mehr Zugang zu Flüssigkeit als sonst. Dafür sollten die Wassernäpfe, Tränken und sonstigen Bereiche öfter kontrolliert werden als sonst. Nagetiere wie etwa Kaninchen, deren Käfig normalerweise im Garten oder auf dem Balkon steht, sollten unbedingt an einen kühlen Ort im Haus oder in der Wohnung umziehen. Das ist deshalb so wichtig, da auch die langohrigen Nagetiere nicht schwitzen können und sehr anfällig für Hitzeschläge sind. Katzen, die tagsüber als Freigänger unterwegs sind, würden sich laut des Tierarztes oft selbst kühle Rückzugsorte in Kellern suchen, beziehungsweise erst am Abend auf Beutezug gehen.

Alternative zu Wasser für Hunde

Oft kann die Flüssigkeitsaufnahme auch über das Futter erfolgen. Dafür muss in der Regel gar nicht so viel mehr eigekauft werden, als man denkt: Denn genauso wie Herrchen oder Frauchen, freuen sich auch Hunde im Sommer über eine kleine Erfrischung in Form einer Portion Wassermelone, Gurke, Apfel oder Karotte. Doch Vorsicht – nicht jedes Obst und Gemüse ist für den Vierbeiner geeignet und kann sogar giftig sein. Eine andere Abkühlungsvariante, die den Beteiligten sogar richtig Spaß bringen kann, ist das Herstellen von Hunde- oder Katzeneis.

Hunde und Katzeneis schlecken

Auf Internetplattformen wie Youtube und Co. finden sich mittlerweile zahlreiche Rezepte, mit denen man seinen Lieblingen im Handumdrehen eine köstliche Erfrischung zubereiten kann. Außerdem gibt es fertiges Eis zum Einfrieren für Hunde und Katzen auch bereits in Zoo-, sowie Drogeriemärkten.

Obst und Gemüse als Hunde-Sommersnack

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