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Neue Hochwasserschutzanlage am Gimritzer Damm

Bevor am Gimritzer Damm überhaupt mit den Bauarbeiten begonnen werden kann, muss der Boden und seine Beschaffenheit geprüft werden und nach eventuellen Überbleibseln im Boden gesucht werde. Sachsen-Anhalt Reporterin Victoria Hein hat geholfen, die ersten Bodenproben zu sammeln.

Was verbirgt sich in der Tiefe?

Seit Mittwoch laufen am Gimritzer Damm die Ergrundungsbohrungen, um festzustellen, wo die ersten Grundbohrungen für die neue Hochwasserschutzanlage gesetzt werden können. Zuvor muss jedoch eine Probe des Bodens mittels eines Rohres an die Oberfläche geholt und geprüft werden. Die oberste Schicht ist sehr durchwurzelt und voller Pflanzenbewuchs. In einem Meter Tiefe findet man dann ein Sand-Kies-Gemisch, Erde und Ziegelsteinreste. Der Zustand und die Konsistenz des Bodens wird genau protokolliert und es wird verzeichnet, auf welchem Material gebaut wird.

Große Gefahr

Dabei ist immer höchste Vorsicht geboten, denn es können stets alte Strom- und Gasleitungen im Untergrund entlanglaufen. Besonders gefährlich wird es, wenn im Bereich der Bohrungen Kampfmittel, wie alte Munition und Blindgänger gefunden werden. Das ruft den Kampfmitteltechniker auf den Plan. Dieser muss dann noch einmal mit einer Metallsonde im gefährdeten Bereich den Untergrund absuchen. Aktuell ist jedoch nur die Untersuchung des Bodens erlaubt. Sollte ein Blindgänger ans Tageslicht gelangen, müssten die Arbeiten durch die Corona-Verordnungen zunächst einmal unterbrochen werden.

Sachsen-Anhalt Reporter

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