Bei der Staatsanwaltschaft in Dresden ist eine Strafanzeige gegen Sachsen-Anhalts AfD-Chef Poggenburg eingegangen. Die prüft jetzt seinen Auftritt gestern beim Aschermittwoch in Sachsen. Es handelt sich um Vorermittlungen - die gibt's immer, wenn die Beschuldigten Politiker und grundsätzlich durch Immunität geschützt sind. Poggenburg hatte die Türkische Gemeinde in Deutschland unter anderem als "Kümmelhändler" bezeichnet, die "selbst einen Völkermord am Arsch" haben. Ministerpräsident Haseloff sagt, die AfD schürt vorsätzlich Hass in Deutschland. Bundespräsident Steinmeier hat in Halle gesagt, es gibt Politiker, die Hass in ihrer Haltung zu einer eigenen Strategie machen. Der Bundesvorsitzende der AfD Meuthen sagt zwar, in der Sache steht er hinter Poggenburg - aber auch er kritisiert dessen Wortwahl. Poggenburg selbst meint, das war Politsatire - und deftige Reden gehören zum Aschermittwoch dazu.