Küken Hühnchen Huhn

In Deutschland werden jährlich 45 Millionen männliche Küken geschreddert. Das liegt daran, dass die männlichen Küken keine Eier legen und setzten nicht so viel Fleisch wie die weiblichen an. Damit sind sie nicht effizient genug für den Fleischverkauf.

Neue Methode aus Leipzig

Es gibt aber eine neue Technologie, mit der das Schreddern überflüssig wird. Auf Basis der Forschungen der Universität Leipzig, hat das Forscherteam von Dr. Ludger Breloh ein Verfahren entwickelt, das das Geschlecht des Kükens vor der Geburt ermittelt.

Bei dem Projekt namens Seleggt werden weibliche Eier weiter ausgebrütet. Eier, die mit männlichen Küken befruchtet wurden, werden aus der Brut herausgenommen. Die schlüpfen also gar nicht erst und werden zu Futtermittel für Nutztiere weiterverarbeitet. So müssen die Küken nicht gleich nach dem Schlüpfen geschreddert werden.

Wie das Verfahren funktioniert

Bei den befruchteten Eiern wird mithilfe eines Lasers ein winziges Loch in der Schale gebohrt. Dadurch wird eine winzige Menge an Flüssigkeit aus dem Ei entnommen. Diese Flüssigkeit wird auf ein bestimmtes Geschlechtshormon getestet wird. Ist das Geschlechtshormon vorhanden, so wird das Küken weiblich. Fehlt das Geschlechtshormon, dann handelt es sich um ein männliches Küken, das aussortiert werden kann.

Die Eier gibt es jetzt schon bei Penny und Rewe. Kosten momentan pro 6-er Karton für Sie: insgesamt 10 Cent mehr. Noch mehr Infos zum Verfahren gibt es auf der Website von Seleggt.