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© ESA

Wir Europäer senden dritte Wettersonde in die Erdumlaufbahn

Zwei Satelliten des europäischen MetOp-Programms kreisen bereits im All. Mittwochnacht um 1:47 Uhr wird mit MetOp-C das Trio in 817 km Höhe komplett – und Wettervorhersagen werden noch einmal deutlich verbessert. Denn: Je mehr Daten die meteorologischen Satelliten sammelen, desto genauer ist die Basis für die Vorhersage-Rechenmodelle.

Vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou wird die Sojus-Rakete mit der Sonde abheben. Den Start steuert das Europäische Raumflugkontrollzentrum ESOC in Darmstadt.


Live-Stream vom Raketenstart


Mehr Fakten

  • Alle drei Wettersonden sind baugleich, aber immer noch auf der Höhe der Zeit.
  • Eine Sonde wiegt 4 Tonnen.
  • Das Trio fliegt in einheitlichen Abständen von 120 Grad in seiner Umlaufbahn.
  • Die Gesamtumlaufdauer jedes der drei Satelliten beträgt ca. 101 Minuten.
  • Jeder wird die Erde 14 Mal pro Tag umrunden und jeden Punkt des Planeten zweimal pro Tag abdecken.
  • Die Satelliten senden sechsmal täglich ein komplettes globales Bild zur Auswertung. Die Bilder werden ab jetzt eine bessere/höhere Auflösung haben.
  • Daten sind auch eine gute Grundlage für die Klimaforschung.
  • Die neue Sonde misst Temperatur und Feuchtigkeit, die Zusammensetzung der Atmosphäre und die Meeresoberflächen-Temperatur. Auch Windstärke, -richtung und -geschwindigkeit an der Meeresoberfläche erfassen die Instrumente, ebenso Eigenschaften von Wolken, den Wassergehalt des Bodens und Partikel-Anreicherungen im Weltraum.
  • Neu ist der "Ice-Cloud-Imager", der besser feststellen kann, ob sich Wasser oder Eisbröckchen in Wolken befinden.
  • Die Wetter-Satelliten dienen für Wettervorhersagen von zwölf Stunden bis zu zehn Tagen sowie für kurzfristige Extremwetterlagen.