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Das ist die gute Nachricht für Sie: es gibt mehr Geld für sehr viele Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland

Die wichtigsten Änderungen für Sie im Überblick:

Kindergeld

Mehr Geld für Familien: Das Kindergeld steigt ab Juli um monatlich zehn Euro. Für das erste und zweite Kind werden dann jeweils 204 Euro Kindergeld pro Monat gezahlt, für das dritte Kind 210 Euro. Ab dem vierten Kind jeweils 235 Euro. Wichtig zu wissen: Die Beträge werden automatisch angepasst und ab Juli 2019 von der Familienkasse ausgezahlt. Es muss also kein gesonderter Antrag gestellt werden.

Rente

Auch die Rentner in Deutschland bekommen zum 1. Juli mehr Geld. Für Rentner in Westdeutschland gibt es monatlich 3,18 Prozent mehr Rente. Im Osten steigen die Renten um 3,91 Prozent. Somit steigt in Ostdeutschland der Wert eines Entgeltpunktes von 30,69 auf 31,89 Euro und erreicht damit 96,5 Prozent des westdeutschen Wertes.
-> Doch aufgepasst: Das Rentenplus kommt nicht bei allen zum gleichen Zeitpunkt an. Wer bis März 2004 Rentner geworden ist, erhält die erhöhte Rente bereits Ende Juni. Wenn der Rentenbezug im April 2004 oder später begonnen hat, wird das Plus erst Ende Juli auf dem Konto sein. Die Zahlung erfolgt automatisch.

Midi-Jobber

Als Midi-Jobber durften Sie bisher bis zu 850 Euro im Monat verdienen. Ab dem 1. Juli gilt mit 1.300 Euro Monatsverdienst eine deutlich höhere Obergrenze. Davon profitieren laut Bundesarbeitsministerium 3,5 Millionen Beschäftigte in Deutschland.
-> Das Positive: Als Midijobber zahlen sie weiterhin reduzierte Sozialversicherungsbeiträge, sie erwerben aber ab Juli die volle Rentenanwartschaft. Das heißt, Midijobber müssen keine eigene zusätzliche Beitragszahlung zur Rente mehr leisten, um später volle Rentenleistungen beziehen zu können.

Post

Hier wird´s teuerer. Das Porto für Briefe und Postkarten in Deutschland erhöht sich deutlich. So kostet der Standardbriefs im Inland dann 80 Cent statt bisher 70 Cent.
Alle weiteren Preiserhöhungen:

  • Postkarte 60 Cent (früher 45 Cent)
  • Kompaktbrief (bis 50 Gramm): 95 Cent (früher 85 Cent)
  • Großbrief (bis 500 Gramm): 1,55 Euro (früher 1,45 Euro)
  • Maxibrief (bis 1000 Gramm): 2,70 Euro (früher 2,60 Euro)

Die neuen Briefmarken sind laut Post ab dem 1. Juli in den Filialen oder online erhältlich.
-> Für Marken mit dem alten Porto, die bis zum 30. Juni nicht aufgebraucht sind, können schon Ergänzungsmarken gekauft werden. Briefmarken umtauschen muss man also nicht.

Steuererklärung

Wer eine Steuererklärung abgeben muss, hat in diesem Jahr länger Zeit. Die Abgabefrist für das Steuerjahr 2018 wurde um zwei Monate verlängert und auf den 31. Juli 2019 verschoben.

Pfändungsfreigrenzen

Schuldner haben ab dem 1. Juli ein kleines Plus in ihrer Haushaltskasse: die Pfändungsfreigrenzen wurden um rund vier Prozent erhöht. Der Freibetrag bei einer Pfändung von Einkommen auf der untersten Stufe beträgt dann 1.179,99 Euro und beim Pfändungsschutzkonto sind künftig 1178,59 Euro geschützt.
-> Die neuen Pfändungsfreigrenzen müssen automatisch sowohl von Arbeitgebern bei Lohnpfändungen und Lohnabtretungen als auch von Kreditinstituten bei einem Pfändungsschutzkonto beachtet werden.
-> Achtung: wurden Freibeträge vom Gericht oder von einer Vollstreckungsstelle öffentlicher Gläubiger individuell festgesetzt, muss der Schuldner sie selber ändern lassen.