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© Dannigkow - Polizei Sachsen-Anhalt

Seit genau 60 Jahren werden Verkehrssünder registriert.

Am 2. Januar 1958 nahm beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg das Verkehrszentralregister seine Arbeit auf. Millionen von Autofahrern hat es seit dem erwischt. Männer erwischt es häufiger. Aktuell haben rund 10 Millionen Autofahrer Punkte in Flensburg, drei Viertel davon sind Männer. Die meisten Punkte werden erteilt, weil Autofahrer zu schnell waren. Allerdings nehmen Verstöße gegen das Handyverbot am Steuer immer mehr zu.

Kuriose Fälle

Selbst Amtschef Ekhard Zinke hat schon einen Punkt in seiner Behörde, er war mal zu schnell in der Stadt unterwegs.

Und auch für kuriose Fälle werden Punkte verteilt, so an einen Bauern, der mal nachts ein Schwein unbeleuchtet über die Straße geführt hat. Vor wenigen Wochen wurde in Baden-Württemberg ein Motorradfahrer erwischt, der sich 32 Mal absichtlich blitzen lassen hat. Die Polizei konnte trotzdem sein Kennzeichen ermitteln. Jetzt drohen ihm 7.000 Euro Bußgeld, 36 Punkte in Flensburg sowie mindestens 15 Monate Fahrverbot. Die meisten Punkte in Flensburg hat ein Lastwagenfahrer aus Paderborn angehäuft. Der hatte gar keinen Führerschein, die Polizei konnte ihm 169 Fahrten nachweisen. Mit sechs Punkten pro Fahrt kam er am Ende auf stolze 1.014 Punkte sowie drei Jahre Führerscheinsperre.

Auch bei Ausreden sind die Autofahrer kreativ. So hat mal ein Mann angegeben, dass er gar nicht telefoniert hat, sondern sein Handy als "Wärmeakku" gegen Ohrschmerzen brauchte. Ein anderer Autofahrer erklärte, er brauchte das Handy als Kieferstütze. Und ein Rollerfahrer war über eine rote Ampel gefahren und das mit dem kalten und regnerischen Wetter erklärt. Er wollte schnell wieder ins Trockene.

Übrigens können auch Fußgänger einen Punkt in Flensburg bekommen, wenn man einen Bahnübergang trotz geschlossener Schranke überquert. Und den Punkt gibt es sogar, wenn man gar keinen Führerschein hat.

Warum gibt's die Verkehrssünderdatei ?

Der Grund für die Einführung der Verkehrssünderdatei war die hohe Anzahl an Verkehrstoten. In der 70ern gab es beispielsweise noch über 20.000 Tote auf den Straßen in Deutschland, heute sind es rund 3.600.

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