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Am Anfang räumen wir erst mal mit einem Mythos auf!

Wegen der Hitze allein können Autos nicht anfangen zu brennen, auch wenn es in den letzten Wochen häufiger Meldungen von brennenden Fahrzeugen am Straßenrand gab. Ein Brand entsteht nur aus Kombination vom heißen Wetter in Kombination mit technischen Defekten.

Deswegen ist es für Sie wichtig zu wissen, was Sie vor und während der Fahrt machen können und was Sie tun sollten, wenn es wirklich einmal zu einem Hitzeschaden an Ihren Auto kommt.

Vor der Fahrt

Staus und Stop & Go sind sehr häufige Grunde für Hitzeschäden und Pannen auf unseren Straßen. Durch wenig Bewegung, wenig Fahrtwind, häufiges Anfahren und die dauerhafte Sonne kann es zu technischen Problemen im Auto kommen.

Bevor Sie eine längere Reise antreten und wissen, dass es Staus geben könnte und Sie durch sehr viele Baustellen fahren müssen, empfehlen wir Ihnen, Ihr Auto vorher zu überprüfen bzw. überprüfen zu lassen.

Am wichtigsten ist es, dass Sie:

  • Kühlflüssigkeit überprüfen
  • Motoröl überprüfen (auch das kühlt den Motor)
  • den Luftdruck der Reifen prüfen (ergibt erst richtig Sinn, wenn das Auto bereits beladen ist; wie viel Druck auf Ihren Reifen sein sollte steht üblicherweise im Inneren Ihrer Tankklappe oder in der Fahrertür)
  • nicht volltanken (bei Hitze dehnt sich das Benzin aus, bis zu 2 Liter können über das sogenannte Überlaufventil einfach auf die Straße laufen; das führt zwar nicht zu einer Panne, ist aber ärgerlich und schlecht für die Umwelt)

Dabei ist es egal, wie alt Ihr Auto ist und welchen Kraftstoff Sie benutzen – dabei gibt es keine bedeutenden Unterschiede.

Während der Fahrt

Hieran erkennen Sie, dass etwas mit Ihrem Auto nicht stimmt:

  • Temperaturanzeige für Kühlflüssigkeit im Auge behalten, max. 90 Grad
  • Warnleuchte auf der Anzeige der Kühlflüssigkeit leuchtet
  • Warnung auf dem Display des Fahrzeuges
  • Komische Geräusche, vor allem beim Schalten
  • Geruch nach Verbranntem

Das sollten Sie tun, wenn eines dieser Anzeichen auftritt:

  • Auto so schnell wie möglich abstellen – der Standstreifen ist hierbei erlaubt, da Sie einer zukünftigen Panne vorbeugen
  • Motorhaube aufmachen (nachdem Sie Ihr Fahrzeug und sich ggf. mit Dreieck und Warnweste gesichert haben) und die Hitze entweichen sowie den Motor auskühlen lassen
  • Wenn das nicht geht: Lüftung voll auf und Heizung so heiß wie möglich stellen und Klimaanlage ausschalten, so wird die Hitze ins Innere des Autos geleitet. ABER ACHTUNG! NUR im Notfall machen, damit Sie und Ihre Mitfahrer durch die Hitze nicht zu sehr belastet werden.
  • Wenn die Anzeigen und Warnungen auch nach einigen Minuten nicht erlischen, dann rufen Sie am besten den Pannendienst und fahren in eine Werkstatt.

Nach einer Hitzepanne

Brandschäden und Schmorschäden im Auto bezahlen Teil- und Vollkaskoversicherung. Für die meisten Pannendienste sowie für Reparaturen und die Abwicklung mit der Versicherung gilt: Sie selbst dürfen nicht Schuld sein! Wenn Ihnen beispielsweise nachgewiesen wird, dass Sie eine Routineuntersuchung des Autos vernachlässigt haben oder dass Sie für einen längeren Zeitraum Warnungen durch die verschiedenen Systeme des Autos ignoriert haben, dann kann Ihnen die Versicherung die Zahlung verweigern.

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