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Der Lokführermangel beim privaten Bahn-Unternehmen Abellio ist viel schlimmer als bisher zugegeben - erst zum Jahresende gibt's einen Normalbetrieb. Das hat Abellio jetzt bei einem Krisengespräch beim Land zugegeben. 40 Lokführer fehlen. Bisher hat Abellio immer gesagt, es fehlen nur 10 und die Lücke ist bis Frühjahr geschlossen. Im Krisentreffen hat Abellio jetzt gestanden: das stimmt nicht. Konsequenz: bis März ist jetzt der Betrieb auf der Unstrutbahn im Burgenlandkreis eingestellt, es fahren zwischen Naumburg und Nebra Busse statt Züge. Zwischen Dessau und Köthen sind Abendfahrten erstmal gestrichen. Erste Landtagspolitiker fordern jetzt, den Vertrag mit Abellio zu kündigen. Der SPD-Abgeordnete Rüdiger Erben sagt, Sachsen-Anhalt soll sich nicht länger auf der Nase rumtanzen lassen. Abellio will jetzt andere Unternehmen fragen, ob sie mit Lokführern aushelfen können. Die Deutsche Bahn hat schon abgewunken. Alle Lokführer, die auf den jetzt von Abellio übernommenen Strecken gearbeitet haben, sind jetzt für die Bahn auf anderen Strecken im Einsatz und werden dort gebraucht.

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