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 (Foto: DeVIce - Fotolia)

Vergangenes Jahr hat es in Sachsen-Anhalt so wenig Straftaten gegeben wie seit zehn Jahren nicht mehr. Und die Polizei hat mehr Fälle aufgeklärt - fast 56 Prozent. Das steht in der neuen Kriminalitätsstatistik, die Innenminister Stahlknecht von der CDU heute vorgestellt hat. Der Trend zu mehr Wohnungseinbrüchen ist gestoppt - dafür gab es mehr Drogendelikte. Jugendliche waren seltener Straftäter. Auch Zuwanderer haben vergangenes Jahr 17 Prozent weniger Straftaten begangen als im Jahr davor - es waren knapp 13.000. Hauptsächlich ging's dabei um ausländerrechtliche Bestimmungen.

Allerdings gibt es auch Kritik an der Statistik: Die AfD meint, die niedrigeren Zahlen kommen daher, dass die Polizei in der Fläche weniger präsent ist und viele Straftaten gar nicht angezeigt und bearbeitet werden können. Der SPD-Innenexperte Erben fordert eine sogenannte Dunkelfeld-Studie wie in Niedersachsen: Darin werden Teilnehmer zum Beispiel befragt, ob sie schon mal Opfer von Straftaten geworden sind und wie sicher sie sich im Land fühlen.

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