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 (Foto: Gina Sanders - Fotolia)

Über einen Zettel an der Eingangstür wurden die Bürger und Kunden des Konsums über dessen Schließung informiert. Im Dorf herrscht bis dato Unverständnis, da die Schließung für die Bürger nicht nachvollziehbar ist. Zudem überrascht die Kurzfristigkeit - bereits ab dem 1. April soll der Konsum geschlossen bleiben. Bekanntgemacht wurde die Schließung erst am 4. März. Als Alternative sollen die Bürger zum Einkaufen ins 5 Kilometer entfernte Rogätz fahren.

Gemeinde bittet um Gespräche mit der Geschäftsführung

Ganz aufgeben möchte man in Angern jedoch nicht. Die Gemeinde um Bürgermeister Egbert Fitsch hat bei der Geschäftsführung bereits um einen Gesprächstermin gebeten. Zudem mache man sich Gedanken über mögliche Nachnutzungskonzepte. Der Konsum ist wesentlicher Bestandteil des Dorfes, in dem 1.300 Menschen leben und soll unbedingt erhalten werden. Eine Alternative könnte auch ein Bürgerladen sein, der wohl mehr einem "Tante Emma Laden" ähneln würde, für welchen es Fördermittel vom Land geben soll.

Ältere Bevölkerung will Schließung nicht akzeptieren

Vor allem in den Reihen der älteren Bevölkerung von Angern regt sich Widerstand. Für sie ist eine Einkaufsmöglichkeit außerhalb des Dorfes schwierig erreichbar. Zudem haben die Angestellten der Kaufhalle den älteren Menschen beim Einkauf stets unter die Arme gegriffen. Mit der Schließung des Konsums würde Angern eine wichtige Säule in der Infrastruktur des Ortes verlieren. Eine offizielle Stellungnahme der Geschäftsführung gibt es bisher noch nicht. Jedoch soll die Schließung wohl keine wirtschaftlichen Gründen haben. Im vergangenen Jahr soll der Konsum rund 1.000.000 Euro erwirtschaftet haben.