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E-Bikes sind voll im Trend. Von Freitag, 17.Mai bis Sonntag 19. Mai findet rund um Wernigerode sogar ein E-Bike Festival statt. Im Vorfeld hat sich unser Radio Brocken Sachsen-Anhalt-Reporter Simon Dietze auf den Weg in den Harz gemacht, um dort zwischen Bergen und Fichtenwäldern ein E-Bike auf Herz und Niere zu testen.

Der Test

Das Test E-Bike von Harzmobil hat einen großen Akku, der auf dem Fahrradrahmen angebracht ist. Bei den Pedalen sitzt der Motor. Am Lenker lassen sich auf einem Display die verschiedenen Stufen einstellen, gleichzeitig lässt sich hier die Geschwindigkeit und die Reichweite ablesen.

Bevor die Tour startet, stellt Simon fest, dass so ein E-Bike insgesamt recht schwer ist. Über 20 Kilo bringt so ein Teil auf die Waage. Doch schon beim ersten Tritt in die Pedale meldet sich der Motor und das Gewicht des E-Bikes spielt kaum noch eine Rolle. Der kleine Elektromotor unterstützt sowohl in einem kleinen als auch in einem großen Gang, wie z. B. beim Berg hinauf fahren.

In der niedrigsten Stufe muss Simon kräftig Beinarbeit leisten. In der höchsten Stufe jedoch unterstützt ihn der Motor sehr viel mehr, sodass er schnell und ohne viel Kraftanstrengung unterwegs ist. Erstaunlich: der Motor ist während der Testfahrt nicht zu hören.

Das E-Bike hat eine Reichweite von 100 Kilometer - in den Bergen schafft der Akku jedoch max. die Hälfte. Das Aufladen des Akkus dauert bis zu 4,5 Stunden.

Simons Fazit zu E-Bikes:

Es ist ein entspanntes Fahren - selbst für Untrainierte. Egal, ob bergauf oder über lange Strecke: Simon war zu keiner Zeit ausgepowert. Die Anschaffung eines E-Bikes ist aktuell sehr teuer (ab 900 Euro, besser 2.000 Euro einplanen!). Deshalb sein Tipp: Erst die eigenen Bedürfnisse klären (Reichweite, Geschwindigkeit, Akku-Lebensdauer), dann das passende E-Bike kaufen! In diesem Sinne: gute Fahrt!


Was ist ein E-Bike (Funktion, Motor, Zusammensetzung)?

Ein E-Bike ist ein Zweirad mit eigenständigem Elektromotor. Das heißt: beim E-Bike muss nicht gleichzeitig in die Pedale getreten werden. Ein E-Bike dagegen ist streng genommen ein Fahrzeug, das über Drehgriffe oder Schaltknöpfe mit einem eigenständigen Motor bewegt werden kann – also auch wenn gar nicht in die Pedale getreten wird. Ein E-Bike sieht zwar aus wie ein Fahrrad, ist aber technisch eher ein Elektromofa.

Wird für die Nutzung ein Führerschein benötigt?

Nein. Aber aus rechtlicher Sicht ist ein E-Bike kein Fahrrad, sondern ein Kraftrad. Für dieses gelten andere Regeln. So ist es unter anderm zulassungspflichtig.

Sie könnten sich theoretisch ein E-Bike auch selbst bauen, jedoch gelten hierfür gesetzliche Vorschriften.

Wo bekomme ich ein solches Fahrrad (Fahrradläden, Online-Shops)?

Ein E-Bike kann ganz üblich über einen Fahrradladen bzw. über einen Onlineshop erworben werden. Des Weiteren ist es möglich, sich an einen Fahrradverleih zu wenden, um sich ein E-Bike zu leihen und vor dem Kauf auszuprobieren.

Welche Unterarten von E-Bikes gibt es und auf welchen Gebieten kann ich es nutzen (Stadträder, Mountainbikes, Kinderräder)?

Grundsätzlich gibt es schon jetzt eine breite Auswahl an E-Bike Marken und Fahrzeugen. Auch bekannte Fahrradmarken haben sich dem Trend angepasst. Derzeit sind folgende Modelltypen auf dem Markt:

  • S Pedelec
  • E Mountainbike für grobe Geländetypen wie bspw. Bergregionen
  • Trekking E Bike, eine Kombination aus City Bike und Mountainbike, für lange Radtouren geeignet (Allroundrad)
  • City E Bike, praktisch, für kurze Strecken ausgelegt, mehr Komfort
  • XXL E Bike, extrem robuste und belastbare Räder, für große und schwere Personen geeignet
  • Kompakt E Bike, klein und fein, meist klapp- oder faltbar
  • Lasten E Bike, für Transporte von Waren ausgelegt, wenig Komfort, mit großer Ladefläche
  • Lifestyle / Urban E Bike, umweltfreundlicher, optische Hingucker
  • E Rennrad, für hohe Geschwindigkeiten geeignet, nicht geländetauglich

Für wen sind E-Bikes geeignet?

Für die Nutzung von E-Bikes ist jeder geeignet, solang nicht körperlich eingeschränkt. Da aber ein solches Fahrrad streng genommen ein Fahrzeug ist, sollten Sie stets sicherstellen, fahrtauglich zu sein.

Wie schnell können E-Bikes werden?

E-Bike Motoren können bis zu 500 Watt haben und das Rad bis auf 32 km/h beschleunigen. Es gibt auch E-Bikes, die Unterstützung bis zu 45 km/h liefern. Diese Fahrräder heißen dann Speed-Pedelecs.

Wieviel kostet ein gutes E-Bike?

Ein gutes E-Bike kostet mindestens 1.000 Euro, häufig zahlen Sie für ein gutes Pedelec noch deutlich mehr. Mieten Sie das Elektro-Rad, zahlen Sie pro Tag zwischen 20 und 40 Euro. Das ist auch abhängig von Anbieter und Modell.

Dank des geringen Energieverbrauchs sind die laufenden Kosten erstaunlich niedrig. Eine Akkuladung fürs E-Bike kostet unter 10 Cent und ist damit günstiger als einmal Duschen. Selbst der bislang noch relativ hohe Anschaffungspreis der E-Bike Akkus (zurzeit ca. 400-800 Euro bei 500-1.000 Ladezyklen) relativiert sich, wenn man die Kosten pro Kilometer hochrechnet: Bei einer Fahrleistung von 35.000 Kilometern und einem Preis von 500 Euro pro Akku kommt man beispielsweise auf 1,4 Cent pro Kilometer für Akku und Strom.

Welche Vor-und Nachteile bietet mir ein solches Fahrrad?

Vorteile:
weniger Kraftaufwand, für Trainingszwecke, geringere Belastung, umweltfreundliche Alternative zum Auto

Nachteile:
hohe Anschaffungskosten, hohes Gewicht, hohe Akkuladezeit, relativ geringe Reichweite


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