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Bei Ragösen (Ortsteil von Coswig) lebt die Kuhherde von Michael Zapf. Diese hat einen ganz besonderen Gast: Bert ist drei Jahre alt, kommt aus Polen und ist ein gechipter Elch mit GPS Halsband. Den Namen gaben ihm Brandenburger, als er noch dort herum streifte. Seit 6 Wochen ist der Elch bei der 200 Tiere starken Herde. Der Elch hat bei der Rinderherde auch schon "Freunde" gefunden, wird da voll akzeptiert und wenn es Streit gibt, mischt er sich mit ein. Auch bei der Paarung funkt er ab und zu dazwischen.

Bert fühlt sich pudelwohl, weil er bei der Herde auch Essen und Trinken bekommt. Darum kümmert sich Landwirt Michael Zapf. Er findet die Tatsache, dass der Elch in der Herde ist, nicht schlimm, der Elch muss allerdings weg, wenn die Kuhherde in den Stall muss, da für ihn da kein Platz ist und er ein Wildtier ist.

Warum wird ein Elch von Kühen akzeptiert?

Grund ist die Tatsache, dass er auch ein Paarhufer ist, also ein Rind. Dass ein Elch sehr lange bei einer Rinderherde ist, kommt allerdings sehr selten vor, da die Tiere Einzelgänger sind. Wenn Elche bei Rinderherden "zu Besuch" sind, dann eigentlich nur 2-3 Tage wie Herr Zapf weiß. Ein weiterer positiver Aspekt jedoch: Der Elch ist sehr ruhig und röhrt nicht laut herum. Als die Herde oft umgezogen ist, kam der Elch immer nach. Auch als die Herde 8 Kilometer weg war, kam der Elch nach 8 Stunden wieder an. Der Leitbulle der Rinderherde ist vor einigen Wochen gestorben. 2 Jungbullen sind dazu gekommen. Trotzdem wird Bert aber nicht gleich als Führungsbulle akzeptiert, da er nicht zur Rasse gehört.

Attraktion auf dem Land!

Seit der Elch da ist, kommen viele Touristen, die meisten am Wochenende. Herr Zapf bittet darum, dass die Besucher nicht auf die Weide gehen und kein Müll zurück lassen.