Concardiasee Nachterstedt Seeland Schadeleben 1.jpg

Der Concordiasee ist der größte künstliche See im Harzvorland. Der ehemalige Tagebau, welcher knapp 8 Kilometer nordwestlich von Aschersleben liegt, wurde am 18. Juli 2009 durch ein Unglück erschüttert.

Gegen 04:40 Uhr stürzte damals ein 350x150 Meter großer Landstreifen bei Nachterstedt in den Concordiasee. Ein Doppelhaus sowie ein Teil eines weiteren Doppelhauses und ein Straßenabschnitt wurden dabei in die Tiefe gerissen. Die abgerutschte Erdmasse wird auf 4,5 Millionen Kubikmeter geschätzt. Drei Menschen verloren ihr Leben, weitere 41 Anwohner wurden obdachlos. Im Dezember 2012 wurden die verbliebenen 12 Doppelhaushälften und 48 Nebengebäude abgerissen.

Wiedereröffnung Concordiasee

Knapp 10 Jahre nach dem Unglück am Concordiasee soll nun das Baden wieder erlaubt werden. Der nördliche Strandabschnitt (Ortsteil Schadeleben) soll voraussichtlich ab dem 13. Juli wiedereröffnet werden.

Für viele Unternehmen bzw. Gastronomen ist die Wiedereröffnung des Concordiasees mit viel Hoffnung verbunden. Der Imbiss "Arche Noah" von Antje Görecke hält sich seit dem Unglück lediglich mit Stammgästen und Radfahrern, die den Europaradweg fahren, über Wasser. Die Schadelebener hoffen nun auf mehr Tourismus in ihrer Region.

Wehmut in Nachterstedt

Die Nachterstedter hingegen sind eher wehmütig, da sich das Unglück nun zum zehnten Mal jährt. Annette Spieß, Betreiberin eines Haarsalons, fuhr am Tag des Unglücks vor zehn Jahren gerade auf Arbeit und dachte zunächst, dass es sich um einen Übungseinsatz handelte.

Seit dem Erdrutsch herrscht in Nachterstedt ein beklemmendes Gefühl und dieses überwiegt auch bei der Wiedereröffnung des Concordiasees.