Schule klassenzimmer - contrastwerkstatt.jpg
 (Foto: contrastwerkstatt - Fotolia)

Teilweise gehen Seiteneinsteiger an unseren Schulen mit einem Nettolohn von 1600 Euro nach Hause. Das bestätigte Katrin Jelitte, Schulleiterin der Albert-Schweitzer-Ganztagsschule, gegenüber Radio Brocken.

Sie hat an ihrer Schule eine Frau, die Kunst studiert hat und sich noch selbst eine Montessori-Pädagogik-Ausbildung finanziert hat. Insgesamt gibt es drei Quereinsteiger an ihrer Schule. "Es ist eine wahre Freude, mit denen zu arbeiten. Die sind motiviert.", sagt sie.

Jetzt muss nur noch die Bezahlung stimmen. Außerdem soll das Land Möglichkeiten bieten, dass die Seiteneinsteiger noch eine Zusatzqualifikation erwerben können, um eine richtige Lehrerausbildung zu machen.

Quereinsteiger lösen das Problem des Lehrermangels nicht auf Dauer

Der Landtagsabgeordnete Thomas Lippmann warnt davor, dass die Seiteneinsteiger auch nicht dauerhaft gegen den Lehrermangel helfen. Viele kommen aus dem Berufsleben, sind auch schon 40 oder 50 Jahre alt. Deshalb muss das Land seine Anstrengungen verstärken, junge Leute anzuwerben.

Doch die Seiteneinsteiger können vor allem zu Beginn zur Belastung für die Schulen werden. Bevor sie unterrichten dürfen, müssen sie erst einmal von den "richtigen" Lehrern an den Beruf herangeführt werden.

"Da müssen die Schulen durch, weil wir die Kollegen schnell befähigen wollen, im Unterricht mitzuhelfen", sagt Bildungsminister Marco Tullner.