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Die Suche nach einem Parkplatz gehört sicher nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen von Sachsen-Anhalts Autofahrern. Hat man dann einen Parkplatz gefunden, ist der häufig teuer und kostet bis zu 1 Euro pro Stunde. Da geht aber noch was, finden Sachsen-Anhalts Großstädte Halle und Magdeburg und würden die Gebühren gern auf bis zu 2 Euro pro Stunde anheben. Ein entsprechender Vorstoß der Stadt Halle wurde allerdings vor wenigen Tagen vom Verkehrsministerium verhindert.

Vorschlag der Stadt Halle scheitert vorerst

Der Grund – Sachsen-Anhalt hat, neben Bayern, als einziges Bundesland eine Obergrenze für die Parkgebühren. Mehr als 0,50 Cent für jede angefangene halbe Stunde ist nicht drin. Und geht es nach dem Verkehrsministerium, bleibt das auch so. Ein Sprecher sagt auf Nachfrage von Radio Brocken, dass mit der Obergrenze auch Autofahrer mit schmalem Budget in den Städten Platz finden sollen.

Höhere Parkgebühr für günstigeren Nahverkehr

Bei den Städten sieht man das anders. Mit höheren Parkgebühren wollen sie gleich 2 Probleme lösen. Zum einen, die Autobelastung in den Innenstädten senken, zum anderen günstige Nahverkehrsangebote finanzieren. In Magdeburg hat der Stadtrat erst vor wenigen Tagen ein kostenloses Ticket für junge Magdeburger unter 18 Jahren einzuführen. Oberbürgermeister Lutz Trümper rechnet dafür mit Kosten von etwa 7 Millionen Euro – und die sollen auch von den Autofahrern kommen.

Ob die Städte jetzt einen weiteren Anlauf gegen die Obergrenze planen, ist bisher noch offen. Anfragen von Radio Brocken dazu blieben bisher unbeantwortet.