Zu diesem Ergebnis kommt eine Stichprobe von Radio Brocken in den Landkreisen von Sachsen-Anhalt. Der Burgenlandkreis legt vor: Hier wird der erste Fahrer eines Dieselgate-PKW nun still gelegt. „32 PKW wurden im Landkreis erfasst, welche eine unzulässige Abschalteinrichtung im Fahrzeug verwenden. Davon haben 17 Fahrzeuge umgerüstet. Einige sind noch in anderen Verfahren, aber ein Fahrer musste bereits eine Zwangsstilllegung erfahren,“ so die Pressestelle des Landkreises.

Im Kreis Mansfeld-Südharz könnte eine Stilllegung noch 14 und im Salzlandkreis noch zehn Fahrzeughalter betreffen. Im Saalekreis sind es sogar 24 Fahrzeuge, die in den nächsten Wochen stillgelegt werden könnten.

Warum kann es zur Stilllegung kommen?

VW hatte versucht mit veränderten Abgaswerten die Schadstoffklasse von vielen PKW zu manipulieren. Betroffen sind unter Anderem VW Amarok, Passat, Golf Caddy oder Touareg mit Euro 5-Diesel Norm. Zwar gibt VW an, dass 90 Prozent der Diesel bereits umgerüstet wurden, doch scheuen einige Verbraucher die Umrüstung aus Angst vor Wertverlust oder schlechteren Verbrauchswerten nach dem Softwareupdate. Dieses wird kostenfrei durch VW Vertragshändler durchgeführt und ermöglicht die Weiterfahrt mit dem betroffenen PKW. Auch der TÜV kann beim Verweigern des Updates versagt bleiben.

Landratsämter sind kulant

Viele Landratsämter sind sehr flexibel mit der Auslegung der Umsetzung. Das Landesverwaltungsamt hat keine Maßgabe über den Zeitraum der Umsetzung gesetzt, so reagiert man in vielen Ämtern gelassen und gibt noch weitere Gnadenfristen, wenn Verbraucher Widerspruch einlegen. Nur wer gar nicht reagiert, kann schnell mit Bußgeldern und Zwangsstilllegung belegt werden.

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