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Volle "Ramp" auf dem Flughafen Leipzig/Halle

Die Fluggesellschaft Germania ist pleite und hat ihren Flugbetrieb eingestellt. Ein Schreck auch für viele Sachsen-Anhalter, die in den Winterferien einen entspannten Urlaub am Mittelmeer verbringen wollten.

Fluggäste sollten unbedingt alle verfügbaren Informationen sorgfältig dokumentieren, damit sie Streichungen und Verschiebungen beweisen können.

Wer eine Pauschalreise gebucht hat, hat Glück. Denn die Reiseveranstalter sind gesetzlich verpflichtet, sich gegen eine Pleite zu versichern. Sie müssen das Risiko der Insolvenz allein tragen und auch dafür sorgen, dass Urlauber mit Ersatzmaschinen befördert werden. Und wer nicht, wie geplant, am Wochenende in die Ferien fliegen kann, hat sogar gegenüber seinem Reiseveranstalter gegebenenfalls Minderungs- und Schadensersatzsprüche, hat uns die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt mitgeteilt.

Wer aber seinen Flug direkt bei der Airline gebucht hat, hat das Nachsehen. Sein bezahlter Reisepreis ist Teil der Insolvenzmasse. Ansprüche müssen beim Insolvenzverwalter angemeldet werden. Aber ob es dann Geld zurück gibt, ist fraglich. Germania hat mehrere Millionen Euro Schulden.

Viele Airlines bieten jetzt Rabatte für Germania-Kunden an, wenn die dort einen Ersatzflug buchen.

Der Flughafen Leipzig-Halle ist vom Germania-Aus nicht betroffen. Seit drei Wochen hat Germania dort sowieso keine regulären Flüge mehr im Plan. Hart trifft es dagegen die Flughäfen in Erfurt und Dresden, dort haben die Germania-Flüge einen Großteil ausgemacht, in Erfurt sogar ¾.