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 (Foto: Deutsche Bahn AG)

Zunächst die gute Nachricht für Bahnfahrer: es wird im Streckennetz weniger gebaut. Doch ganz ohne Baustellen geht es auch im kommenden Jahr nicht. Die Nahverkehrsservicegesellschaft Sachsen-Anhalts (NASA) hat schon die Entwürfe für den neuen Fahrplan veröffentlicht. Bis 3. März können nun Pendler Anregungen geben.

Größere Bauvorhaben, die die Fahrpläne beeinflussen, sind in Halle (Saale) und Roßlau, außerdem finden noch Bahnsteigarbeiten in Stendal und Dessau statt. Die Baumaßnahmen in Magdeburg und Köthen werden dagegen beendet.

Wegen des Umbaus der S-Bahnsteige im Hauptbahnhof Halle müssen auf der S 3 im Abschnitt Halle-Trotha – Halle (Saale) Hbf Taktzeiten verschoben und der Frühverkehr angepasst werden. Allerdings verbessern sich Takte auf der S8 und Fahrzeiten auf der RE 9/19. Auch die Umsteigebeziehungen der Linien Halle-Halberstadt und S3 Halle-Leipzig werden verbessert. Allerdings fallen Zusatzfahrten der S3 im Berufsverkehr weg. Bereits ab Oktober entfällt die direkte Anbindung von Lutherstadt Wittenberg an Berlin.

Auf den Strecken Merseburg – Querfurt und Weißenfels – Zeitz werden die bisherigen Triebwagen der Burgenlandbahn werden von größeren und moderneren Fahrzeugen abgelöst. Zwischen Weißenfels und Zeitz wird montags bis freitags eine Angebotslücke am Vormittag geschlossen, dafür entfällt ein Fahrtenpaar am Abend.

Der RE 13 fährt zwischen Magdeburg und Leipzig künftig jeden Tag stündlich. Zwischen Zerbst und Leipzig Hbf werden mit Rodleben, Roßlau, Dessau Hbf, Wolfen, Bitterfeld, Delitzsch und Leipzig-Messe nur sieben Stationen bedient. Damit bekommt die wachsende Zahl von Pendlern zwischen den Städten mehr schnelle Fahrtmöglichkeiten. Außerdem wird die Strecke in den Mitteldeutschen Verkehrsverbund eingebunden. Zwischen Magdeburg Hbf und Zerbst verkehren die Züge ebenfalls stündlich mit allen Unterwegshalten. Mit Entfall der Baueinschränkungen Ende 2019 werden zwischen Magdeburg und Dessau Hbf montags bis freitags wieder ergänzende Züge zum stündlichen Takt angeboten, die als „Expressverbindungen“ ausgewählte Halte bedienen.

Mit Ende baubedingter Einschränkungen kann auch das S-Bahn-Angebot im „Bitterfelder Kreuz“ gestärkt werden. So sollen täglich eine zusätzliche S 8 Dessau Hbf (6.17 Uhr) – Halle (Saale) Hbf (7.04 Uhr) und am Nachmittag wieder zwei zusätzliche Halte der S 2 in Greppin angeboten werden.

Wegen der Sperrung der Strecke zwischen Lutherstadt Wittenberg und Berlin (konkret Jüterbog – Ludwigsfelde) ab 05. Oktober 2020 wird mit den Partnern ein umfangreiches Ersatzverkehrskonzept abgestimmt. Vorgesehen ist neben Busangeboten Pendelzugverkehr Lutherstadt Wittenberg Hbf – Niedergörsdorf und Falkenberg – Jüterbog.

Zwischen Magdeburg und Wittenberge entfällt früh eine S-Bahn, die montags bis freitags bislang zusätzlich zum Takt eingesetzt wird. Sie bietet seit Dezember 2015 in Wittenberge eine kurze ICE-Anbindung nach Hamburg und Berlin, wird aber wenig genutzt. Die Fahrt des Regionalexpress 18.03 Uhr ab Uelzen wird über Stendal hinaus nach Magdeburg verlängert.

Gute Nachricht für Pendler zwischen Magdeburg bzw. Stendal und Wolfsburg: Montag bis Freitag gibt es ab Wolfsburg Hbf um 6.20 Uhr (mit Umstieg in Oebisfelde) und 8.23 Uhr zusätzliche Fahrtmöglichkeiten Richtung Haldensleben – Magdeburg sowie 11.50 Uhr nach Stendal. Eine zusätzliche Fahrt gibt es auch ab Stendal 9.06 Uhr nach Wolfsburg.

Anregungen der Fahrgäste gefragt

Fahrgäste haben bis zum 03. März 2019 Gelegenheit, sich zu den Entwürfen zu äußern. Auch Hinweise aus den Vorjahren fließen in die Planung ein.

https://www.starker-nahverkehr.de/de_DE/fahrplaene/fahrplanentwurf-2020/fahrgastbeteiligung.html