bennu.jpg

Die NASA-Sonde "Osiris-Rex" steht kurz vor der Ankunft beim Asteroiden Bennu (benannt nach einer altägyptischen Totengottheit).

Der Asteroid hat einen Durchmesser von 492 Metern. Er ist nicht zuletzt deshalb von Interesse, weil es sich um einen möglichen Erdbahn-Kreuzer handelt. Im Jahr 2135 soll der Asteroid innerhalb des Mondorbits an der Erde vorbeifliegen. Wird er durch die dabei auf ihn einwirkenden Gravitationskräfte abgelenkt, könnte daraus das Risiko entspringen, dass er seine bislang harmlose Bahn so verändert, dass er bei einer späteren Annäherung mit der Erde kollidiert. Das hätte dann eine Sprengkraft von 80.000-Hiroshima-Atombomben.

Doch keine Angst: Nach aktuellen Berechnungen beträgt dieses Risiko nicht einmal ein Promille.

Die Mission

Aufgabe von Osiris-Rex ("Origins, Spectral Interpretation, Resource Identification, Security-Regolith Explorer") wird es sein, eine Probe vom Asteroiden zu entnehmen und bis 2023 zur Erde zurückzuschicken. Am Montag, 3. Dezember wird die Sonde beim Asteroiden eintreffen und nach einer bedächtigen Annäherung in einen fünf Kilometer hohen Orbit um den Brocken einschwenken.

In diesem Orbit wird die etwa sechs Meter lange und 2,1 Tonnen schwere Sonde für etwa 500 Tage verweilen und den Asteroiden genau kartieren. Dann soll sie ihm sukzessive angenähert werden, bis sie ihm schließlich 2020 derart eng auf den Leib rückt, dass sie mit einem speziellen Sammelmechanismus eine Probe von mindestens 60 Gramm Gestein sowie ein Sample des auf Bennu liegenden Staubs aufsaugen kann.