Was sich 2017 für uns ändert

Nachdem der Jahreswechsel 2016/17 mit viel Sekt begoßen und gefeiert wurde, kommen auch ein paar Änderungen im neuen Jahr auf uns zu. Hier finden sie eine Übersicht:

 

Geringere Steuern

Zum 1. Januar 2017 steigt der Grundfreibetrag um 168 Euro auf 8.820 Euro. Bis zu dieser jährlichen Einkommenshöhe muss ein Single keine Steuern zahlen. Der doppelte Freibetrag, also 17.640 Euro, steht Eheleuten und eingetragenen Lebenspartnern zu. Zudem soll die "kalte Progression" abgemildert werden, indem der Fiskus die Einkommensteuersätze an die Inflationsrate 2016 anpasst. Von kalter Progression spricht man, wenn die inflationsausgleichende Lohnerhöhung durch das Rutschen in den höheren Steuertarif aufgezehrt wird.

Zum Brutto-Netto-Rechner

 

Watt-Begrenzung für Staubsauger

Sie sind laut und verbrauchen viel Strom: Staubsauger mit hoher Wattzahl dürfen nicht mehr in den Handel kommen. Befürchtungen, dass die Wohnung jetzt nicht mehr sauber wird, sind aber unbegründet. Vom 1. September 2017 an dürfen nur noch Staubsauger mit bis zu 900 Watt Leistung in der EU in die Geschäfte kommen. Das steht in der Ökodesign-Richtlinie der EU-Kommission. 2014 wurde bereits auf 1600 Watt begrenzt. 

 

Refomationsjubiläum

Der 500. Jahrestag des Thesenanschlags durch Luther in Wittenberg, welcher die evangelische Kirche begründete, wird dieses Jahr nicht nur in Sachsen-Anhalt gefeiert. Mehr auf luther2017.de

Neu: Im Jahr 2017 wird der Reformationstag erstmalig und einmalig im gesamten deutschen Bundesgebiet zu einem Feiertag. Am Dienstag, dem 31. Oktober 2017, ist in allen deutschen Bundesländern arbeitsfrei.

 

Neuer 50-Euro Schein

Nach dem 5er, 10er und dem 20er wird nun auch der 50 Euro Schein mit besseren Sicherheitsmerkmalen und einem neuen Design ausgestattet. Ab April 2017 wird er eingeführt.

 

 

 

 

 

Fernsehempfang

Mit dem digitalen Antennenfernsehen DVB-T ist bald Schluss – das hat das Bundeskabinett beschlossen. Grund dafür ist, dass die Nutzungsrechte an den Frequenzen, auf denen DVB-T sendet, für den Ausbau des mobilen Internets versteigert werden. Bereits am 29. März 2017 soll das Nachfolgemodell DVB-T2 an den Start gehen und die Übergangsfrist, in der beide Geräte parallel TV-Programme empfangen, ist kurz.

Vorteil: Die neue Technologie bietet eine bessere Qualität (Full-HD) und mehr Programme.
Nachteil: Sie brauchen neue Empfangs-Geräte/Antennen.

 

Kein Roaming im EU-Ausland

Ab Juni 2017 soll es nach Plänen der EU-Kommission im EU-Ausland keine Roaminggebühren mehr geben. Die Pläne sind aber noch nicht durch. Genaue Infos

 

Mehr Geld für Hartz-IV Empfänger

Für Erwachsene und leistungsberechtigte Schulkinder unter 14 Jahren gibt es ab Januar 2017 mehr Geld: Für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren steigt der Regelsatz von 270 auf 291 Euro, für Erwachsene von 404 auf 409 Euro. Für Paare zahlt der Staat künftig 368 statt 364 Euro. Jugendliche von 14 bis 18 Jahren erhalten wie Erwachsenen fünf Euro mehr im Monat und damit 311 Euro. Für Vorschulkinder ist keine Erhöhung geplant.
 


Mindestlohn

...steigt von 8,50 auf 8,84 Euro.
 
 

Mehr Kindergeld

Allerdings im Durchschnitt nur 2€ mehr pro Kind.
 
 

Gratis WLAN im ICE

Ab dem 1. Januar 2017, 200 MB für jeden Reisenden.

 

Gesundheit

Die Krankenkassen übernehmen ab dem 1. Juli 2017 die Kosten einer ärztlichen Videosprechstunde. Das ist Teil des E-Health-Gesetzes.

 

Pflegereform: Fünf Grade statt drei Stufen

Im Rahmen der Pflegereform kommt es ab Januar 2017 zu weiteren Veränderungen. Anstelle der bisherigen drei Pflegestufen gibt es künftig fünf Pflegegrade, die meisten erhalten durch die Umstellung monatlich mehr Geld. Im stationären Bereich wird ein für alle Einrichtungen einheitlicher Eigenbetrag eingeführt. Um die Pflegereform zu finanzieren, werden die Beiträge erhöht.

 

Lebensversicherung

Neukunden klassischer Lebensversicherungen haben ab 1. Januar 2017 einen geringeren Garantiezins. Der Betrag sinkt von 1,25 Prozent auf 0,9 Prozent.

 

E-Autos sind 10 Jahre Kfz-steuerfrei

Ein zusätzlicher Kaufgrund. Bisher waren Elektroautos 5 Jahre von der Kfz-Steuer befreit.

 

2 Monate mehr Zeit für die Steuererklärung

2017 ist der späteste Abgabetermin der 31. Juli (nicht mehr der 31. Mai). Außerdem müssen Belege zwar aufgehoben, aber nicht mehr eingereicht werden.

 

Die Gigaliner kommen

Ab Januar auf ausgewählten Strecken – in Sachsen-Anhalt nur auf den Transitautobahnen A2 und A9.

 

Veränderungen für Radfahrer

Radfahrer müssen sich ab dem neuen Jahr nach Auto-Ampeln richten, nicht, wie bisher, nach den Fußgängerampeln.