Können Ihre Kinder Sie für Facebook-Fotos verklagen?

Das könnte teuer werden!

Experten sagen voraus: Eltern müssen in den nächsten Jahren mit rechtlichen Konsequenzen seitens ihrer eigenen Kinder rechnen! Der Grund sind Baby- und Kinderfotos oder auch Videos, die ohne die Zustimmung der Kinder im Internet, vorallem in den sozialen Netzwerken, veröffentlicht werden. Bisher gibt es aber noch keinerlei Erfahrungswerte, da dies die erste Generation ist, die sozusagen mit einem Familien-Alben im Netz aufwächst.

Eine Umfrage unter 10-bis 17-Jährigen in den USA ergab aber, dass die Teenager besorgt darüber sind, wie ihre Eltern Privates öffentlich teilen. Eltern hingegen sehen es weniger kritisch, online Fotos und Videos von ihrem Nachwuchs zu posten. Schätzungen zufolge teilen Social-Media-Nutzer jedes Jahr 100 Fotos von ihrem Kind. Im Alter von fünf Jahren hat ein Mensch demnach schon 1000 Bilder von sich im Netz.

 

Bis zu 45.000 Euro Strafe in Frankreich

In Frankreich drohen jetzt bis zu 45.000 Euro Strafe oder ein Jahr Gefängnis, wenn Eltern ohne Zustimmung Fotos von ihren Kindern gepostet haben.

 

Wie ist die rechtliche Lage in Deutschland?

In Deutschland kann jeder selbst entscheiden, wie viel er von seinem Privatleben öffentlich preisgibt. Hier würde mit großer Wahrscheinlichkeit maximal ein Unterlassungsanspruch durchgesetzt werden. Geldentschädigungen gibt es in Deutschland bei Persönlichkeitsrechtsverletzungen selten.

Jeder Mensch hat Persönlichkeitsrechte, egal wie alt er ist. Darunter fällt insbesondere das Recht am eigenen Bild. Fotos dürfen grundsätzlich nur mit Einwilligung des Abgebildeten vebreitet oder veröffentlicht werden. Sobald ein Kind eine gewisse Einsichtsfähigkeit besitzt, also die Konsquenzen einer Entscheidung kennt, sollte das Kind die  Veröffentlichung ablehnen dürfen. Das ist frühestens ab 7 Jahren und spätestens mit 14 Jahren der Fall.

 

Spätestens ab 14 dürfen Kinder mitentscheiden

Das heißt auch, sie können von ihren Eltern verlangen, Bilder wieder zu löschen. Und man sollte immer in Hinterkopf behalten: was einmal im Netzt ist, bleibt für immer dort!

 

 

 

 


Quellen: Wired, New York Times, Berliner Zeitung

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