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Eichenprozessionsspinner-Nest (Foto: FVA / H. Ruhnke)

Am Samstag ist es soweit: Dem Eichenprozessionsspinner gehts an den Kragen.

Die kleine Raupe sorgt in der Altmark, im Raum Dessau- Gartenreich Wörlitz und in Wittenberg für viel Ärger. Ihre kleinen Härchen können zu Hautausschlag und Atemnot führen.

Jetzt wird dem Eichenprozessionsspinner der Kampf angesagt - Mit Hubschraubern!

Samstag gehts los im Altmarkkreis Salzwedel und Landkreis Stendal. Die betroffenen Wälder sind dann für 48h gesperrt. Hier dürfen dann die nächsten 3 Wochen keine Pilze, Kräuter und Früchte gesammelt werden.

Gesprüht wird kein Gift - es ist ein Bakterium, das wirklich nur auf die Raupe wirkt. Für uns Menschen und andere Tiere ist es ungefährlich! Wenn sie in der Nähe von Wäldern wohnen, machen sie besser Fenster zu und waschen Sie das Obst und Gemüse aus ihrem Garten gründlich ab, bevor sie`s essen. Also keine Panik, die Ortschaften in den Landkreisen sind davon nicht betroffen.

Die Eckdaten:

Seit 15. Mai läuft die Bekämpfung vom Boden aus (von Baum zu Baum) in Wittenberg; an einzelnen Eichen auf z.B. Friedhöfen, in Kitas, Schulen und auf öffentlichen Grünanlagen >> Zur Einsatzliste

Samstag 20. Mai: Bekämpfung vom Hubschrauber aus im Altmarkkreis Salzwedel (ca. 60 ha Waldränder) und Landkreis Stendal

Dienstag 23. Mai: Bekämpfung in Dessau

Ab Montag 22. Mai: Bodenbekämpfung im Landkreis Stendal

Die wichtigsten Fakten:

  • Wälder werden für 48h gesperrt; Sammeln von Pilzen, Wildkräuter und Früchten ist für 3 Wochen danach verboten
  • Egal, ob Bekämpfung vom Hubschrauber oder Boden aus - gleicher Wirkstoff mit Bakterium
  • Wirkstoff ist ungefährlich und hat keine Auswirkungen auf den Menschen, die Tiere oder Pflanzen
  • Es wird darauf geachtet, dass die Sprühaktionen im Altmarkkreis möglichst nachmittags stattfinden, wenn Schulen/Kitas usw.geschlossen haben, damit es zu keinen Belästigungen kommt (In Wittenberg wird mitunter auch wochentags gesprüht – dabei sollten sich Kinder eher drin aufhalten, wenn direkt im Hof gesprüht wird)
  • Es ist nicht gefährlich, jedoch wird trotzdem empfohlen, dass Anwohner nahe der Waldränder während der Sprühaktionen ihre Fenster schließen
  • Die Sprühaktionen finden im Altmarkkreis nicht innerorts, sondern nur an Waldrändern, statt, wo eigentlich keine Anwohner betroffen sind
  • Es reicht, Obst und Gemüse gründlich abzuwaschen

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